Muttermilch Mama und Baby

All that breast milk can do

Muttermilch ist das Beste für dein Baby. Die Vorteile sind fast endlos, dein eigener Körper produziert von Natur aus die beste Babynahrung durch die optimale Zusammensetzung der Muttermilch. Wusstest du zum Beispiel, dass deine Muttermilch an heißen Tagen automatisch etwas flüssiger ist, um sicher zu stellen, dass dein Baby gut hydriert ist? Auch ändert sich deine Muttermilch im Laufe der Zeit angepasst an die altersgerechte Entwicklung deines Kindes.

 

Allerdings ist Stillen keine Selbstverständlichkeit. Und auch Druck von innen und außen sind nicht gerade hilfreich, wenn du einfach nur dein Bestes geben willst, um dein Baby zu ernähren. Stillen, Fläschchen geben, Zufüttern oder Abpumpen, das alles kommt vor. #noShameInYourFeedingGame!

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Woraus besteht Muttermilch?

Das wohl selbstverständlichste zuerst: Muttermilch enthält alle wichtigen Nährstoffe und ist einfach perfekt für dein Baby zusammengesetzt. Alle wichtigen Muttermilch Inhaltsstoffe wie Fette, Kohlenhydrate, Proteine, Vitamine, Mineralien und natürlich auch Wasser sind im perfekten Verhältnis zueinander ausreichend vorhanden. Wusstest du eigentlich, dass die mehr als 200 Inhaltsstoffe von Muttermilch bis heute noch nicht vollständig entschlüsselt werden konnten? Daher versuchten Rezepturen an Milchnahrung sich ihr lediglich anzunähern. (Nährstoffe in unserer Babymilch auf Kuhmilchbasis erklärt.)  

 

Wie verändert sich Muttermilch?

Die Muttermilch einer Mama passt sich wunderbar an den Bedarf ihres Babys an. Allgemein werden Veränderungen grob in drei Phasen eingeteilt: Vormilch, Übergangsmilch und reife Milch.  

 

Wann kommt die erste Vormilch?

Etwa 12 Wochen vor und in den ersten Tagen nach der Geburt deines Babys wird im Mama-Körper in wenigen Millilitern die sogenannte Vormilch (Kolostrum) produziert. Die Milch ist farblich gelb und recht dickflüssig. Reich an Eiweißen und Vitaminen, aber arm an Fetten und Kohlenhydraten ist Vormilch energiearm und darüber hinaus auch leicht verdaulich. Ebenso haben die ersten Tropfen Muttermilch eine abführende Wirkung und helfen so beim Abgang des Kindspechs (Mekonium) auf natürliche Weise.  

 

Wie lange Übergangsmilch?

Den Übergang kannst du an der Farbe der Muttermilch erkennen. Übergangsmilch ist eher weiß und cremig und wird im Anschluss für etwa 10 bis 14 Tage von einer Mama produziert. Der Gehalt der Kohlenhydrat- und Fettkonzentration nimmt zu und der Protein- und Mineralstoffgehalt ab.  

 

Wann kommt die reife Milch?

Für die restliche Stillzeit bildet sich die so genannte reife Milch. Sie wird als reif bezeichnet, weil sie einen hohen Nährwertgehalt hat. Wenn du als Mama dein Baby an die Brust legst, trinkt dein Baby erstmal die Vordermilch, die wässrig und fettarm und damit vor allem durstlöschend ist. Nach ein paar Minuten kommt dann erst die fett- und energiehaltige Hauptmilch. Die Inhaltsstoffe der reifen Muttermilch ändern sich in den nächsten Monaten kaum noch – lediglich der Fettgehalt schwankt.

 

Interessante Eigenschaften von Muttermilch

  1. Für die noch gering entwickelte Verdauung deines Babys ist Muttermilch besonders leicht bekömmlich. Es trägt zur Entwicklung des Immunsystems und des Darms bei.

  2. Babynahrung von höchster Qualität und immer sofort zugänglich: Wahnsinnig praktisch, dass dein Körper die Nahrung für dein Baby schon selbst produziert.

  3. Stillen unterstützt durch das ausgeschüttete Hormon Oxytocin, was auch „Kuschelhormon” genannt wird, positiv die Mutter-Kind-Bindung.

  4. Ein Punkt nur für die Mama: Stillen unterstützt ganz natürlich die Rückbildung.

  5. Muttermilch ist nicht immer weiß, sondern kann auch eine gelbliche Farbe annehmen.

  6. Saugdauer und - intensität variieren mit dem Durst und Hunger des Babys. Denn die Vordermilch der ersten paar Minuten ist eher durststillend und die Hauptmilch eher sättigend.

  7. Über die Muttermilch lernen Babys auch den Geschmack verschiedener Nahrungsmittel kennen. Was eine Mama isst kann sich auf den Geschmack von Muttermilch auswirken.

Aufgrund der tollen Inhaltsstoffe und Eigenschaften der Muttermilch empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), Babys in den ersten sechs Monaten voll zu stillen.

  

Beste Ernährung für dich und deine Muttermilch

Welche Nährstoffe braucht dein Körper in dieser intensiven Zeit? Denn Stillen macht nicht nur ganz schön hungrig, auch willst du die körpereigene Milchproduktion anregen. Eine Übersicht über eine ausgewogene Ernährung und den erhöhten Nährstoffbedarf in der Stillzeit haben wir dir im Artikel 'Ernährung in der Stillzeit: Gönns dir oder lass es lieber sein?' zusammengefasst.

  

Und was, wenn es mit der Muttermilch nicht klappt?!

Stillen und Milcheinschuss ist keine Selbstverständlichkeit: Ganz ehrlich – nicht alle Mams können ihre Kinder von Anfang an problemlos stillen. Deshalb ist es so wichtig, dass du dich vertrauensvoll an eine Hebamme, eine Stillberaterin oder eine andere Person deines Vertrauens wenden kannst. Du bist nicht allein mit den folgenden Themen: Horror Milchstau, Milcheinschuss fördern, was hilft gegen wunde Brustwarzen oder welche Stillposition ist für dich und dein Baby die beste. Wie du dein Baby ernähren willst, ist kein Politikum, sondern deine ganz persönliche Entscheidung und du solltest keine Schuldgefühle haben, wenn du zur Flaschennahrung greifst. Nicht vergessen: Du machst das toll! Stillen, kombiniertes Füttern, reine Flaschennahrung, Pumpen usw., alles ist erlaubt. Wir erklären dir den Inhalt unserer Milchnahrung, so kannst du für dich und dein Baby eine gut überlegte Entscheidung treffen.

 

Und hier geht es weiter zu den Dingen, die dir vorher niemand über das Wochenbett gesagt hat.  

 

Quellen:

 

Titelbild: © www.studio-una.de 

 

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